| Veranstaltung: | Wahlprogramm Tempelhof-Schöneberg 2026 |
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| Tagesordnungspunkt: | 1. Unser grüner Bezirk |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 18.03.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.03.2026, 18:59 |
A6: 1.5 DAS TEMPELHOFER FELD: FREIRAUM SCHÜTZEN, STADTKLIMA SICHERN
Antragstext
Das Tempelhofer Feld ist das Herzstück unseres Bezirks und ein Symbol dafür, was eine Großstadt zum Atmen braucht. Es kühlt die Umgebung, schafft Raum für Sport und Erholung und ist ein großes Kaltluftgebiet, das gerade in heißen Sommern eine spürbare Entlastung bringt. Gleichzeitig steht das Feld immer wieder unter Druck: Pläne für Bebauung werden reaktiviert, das eindeutige Ergebnis des Volksentscheids wird von den Senatsparteien relativiert.
Wir Bündnisgrüne haben uns dagegen klar und sichtbar für den Schutz des Feldes in seiner kompletten Größe ausgesprochen- in Debatten, in der Bezirksverordnetenversammlung, im Abgeordnetenhaus und im Austausch mit Initiativen. Jegliche Bebauung schließen wir aus. Eine Weiterentwicklung des Felds, beispielsweise eine Erhöhung der Zahl der Bäume sowie der Bänke, ist für uns nur gemäß den Vorgaben des bestehenden THF-Gesetzes denkbar, dem Gesetz, das das Feld vor Bebauung schützt. Wir arbeiten mit Engagierten zusammen und stützen uns auf das Wissen von Menschen, die das Feld seit vielen Jahren verteidigen. Wir haben außerdem begonnen, Freiräume stärker als Infrastruktur zu denken: als Orte, die Gesundheit, Begegnung und Stadtklima schützen.
Wir wollen, dass das Tempelhofer Feld frei bleibt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Entscheidung der Berliner*innen beim Volksentscheid respektiert wird und dass Bebauungspläne nicht durch die Hintertür zurückkehren. Wir wollen das Feld als Grün- und Erholungsfläche im Sinne des Pflege- und Entwicklungsplans , der sich auf das THF-Gesetz stützt, weiterentwickeln – klug, fair und ohne den Charakter zu verändern. So bleibt das Feld das, was es für viele Menschen heute schon ist: Klimaraum, Freiraum und ein Stück öffentlicher Freiheit. Durch die Nutzung der ehemaligen Eisenbahnbrücke wollen wir auch einen südlichen Zugang für Fuß- und Radverkehr zum Tempelhofer Feld schaffen. Wir machen uns stark für die Beteiligung der Berliner*innen, unter anderem durch die gewählte Feldkoordination, und setzen uns dafür ein, dass die vielen unterschiedlichen Sportangebote, Bildungs-, Kultur-, Jugend- und weiteren Angebote ihre Arbeit auf dem Feld fortsetzen können.
Unterstützer*innen
Änderungsanträge
- Ä1 (Alois Vedder (KV Berlin-Tempelhof/Schöneberg), Eingereicht)