| Veranstaltung: | Wahlprogramm Tempelhof-Schöneberg 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2. Unser Bezirk, der alle mitnimmt |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 18.03.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.03.2026, 19:18 |
A17: 2.6 GUTE SOZIALPOLITIK FÜR EIN GUTES LEBEN IN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG
Antragstext
Ein gutes Leben in Tempelhof-Schöneberg braucht eine verlässliche und unterstützende Sozialpolitik. Viele Menschen stehen vor Herausforderungen durch steigende Mieten, Armut, Einsamkeit im Alter oder eine plötzlich auftretende Pflegesituation. Der soziale Kahlschlag des schwarz-roten Senats ist auch in unserem Bezirk deutlich spürbar. Deshalb übernehmen wir Verantwortung und gestalten soziale Sicherheit aktiv.
Ein starkes Sozialamt ist dafür zentral. Dem eklatanten Personalmangel begegnen wir mit konsequenter Personalgewinnung und -entwicklung, dem Ausbau von Fort- und Weiterbildungsprogrammen sowie gestärkten Quereinsteiger*innen-Programmen. Wir bauen Bürokratie ab, gestalten Verfahren verständlicher und verbessern den Zugang zu Informationen. Mit aufsuchender, serviceorientierter Beratung sorgen wir dafür, dass Unterstützung im Alltag ankommt. Besonders berücksichtigen wir die Bedürfnisse von Menschen mit geringer Lese- und Schreibsicherheit– durch Beteiligung an Alpha-Bündnissen und Amtsschreiben in leichter Sprache.
Für mehr Chancengerechtigkeit stärken wir Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, insbesondere aus benachteiligten Gruppen. Wichtige Themen sind dabei finanzielle Absicherung, Wohnungssuche und Orientierung über bestehende Hilfsangebote. Wir vereinfachen wir den Zugang zu Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT), bewerben diese aktiv durch Mitarbeitende und stellen mehrsprachiges Infomaterial in Stadtteilzentren und Geflüchtetenunterkünften bereit.
Um Obdachlosigkeit strukturell zu lösen, setzen wir auf mehr Unterstützungsangebote, 24-Stunden-Unterkünfte, den Ausbau von Housing-First-Ansätzen, barrierefreie Plätze sowie einen verbesserten Hitze- und Kälteschutz .
Zum guten Leben gehört auch, dass Fürsorgearbeit nicht überfordert. Pflege ist für viele Familien Teil des Alltags. Wir setzen uns gezielt für die Entlastung pflegender Angehöriger ein. Wir bauen einen Pflegestützpunkt im Süden des Bezirks, etwa in Lichtenrade, auf und stärken gut erreichbare und verständliche Beratungsangebote. Mit einer integrierten, leicht nutzbaren Informationsplattform schaffen wir Orientierung und leichtere Zugänge.
Soziale Sicherheit entsteht im Miteinander im Kiez. Doch steigende Mieten gefährden zunehmend die Arbeit sozialer Träger. Wir setzen uns dafür ein, dass landeseigene Immobilien sozialen Trägern Vorrang bei der Vermietung einräumen. Dem sozialen Kahlschlag des schwarz-roten Senats setzen wir im Bezirk eine soziale Ausrichtung entgegen. Soziale Leistungen und Angebote gehen vor– auch in finanziell angespannten Zeiten.
So ermöglichen wir ein gutes Leben für alle und ein solidarisches Miteinander – für einen Bezirk, der niemanden zurücklässt.