| Veranstaltung: | Wahlprogramm Tempelhof-Schöneberg 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Unser lebenswerter Bezirk |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 18.03.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.03.2026, 19:38 |
A37: 4.4 SPORTFLÄCHEN AUSBAUEN - SPORT UND BEWEGUNG FÜR ALLE ERMÖGLICHEN
Antragstext
Sport und Bewegung fördern die Gesundheit und bringen Menschen zusammen. Unser vorrangiges Ziel ist es deshalb, bestehende Sportflächen zu sichern und auszubauen. Leider fehlen uns in allen Teilen unseres Bezirks die notwendigen Flächen. Neue Sportflächen lassen sich nur schwer erschließen. Viele bestehende Sportanlagen sind außerdem sehr marode. Die meisten Sportstätten sind zudem für Menschen mit Einschränkungen kaum nutzbar. Zudem reichen die Landesmittel zur Sanierung unserer Sportanlagen bei weitem nicht aus, um den Investitionsbedarf abzubauen. Unserem Grünflächenamt ist es dennoch in Rekordzeit gelungen, die Kunstrasenplätze in der Markgrafenstraße, im Volkspark Mariendorf und in der Halker Zeile in Lichtenrade zu sanieren. Und es wurden zusätzliche kostenlose Sportanlagen im öffentlichen Raum geschaffen wie die erfolgreichen Calistenetics-Anlagen entlang der Grünzüge im Bezirk.
Für eine schnellere Sanierung unserer Sportanlagen werden wir das Bezirksamt weiterhin auffordern, sich konsequenter auf Bundesmittel aus der „Sportmilliarde“ zu bewerben. Landesmittel („SSP-Mittel“) sind so einzusetzen, dass sie allen Teilen unseres Bezirks gleichermaßen zugutekommen. Um Vereinen dringend benötigte Räume zur Verfügung zu stellen, werden wir verstärkt Containerlösungen einfordern.
Die Vergabe unserer Sportstätten muss niedrigschwellig, geschlechtergerecht und transparent vonstattengehen. Trotz unserer Forderungen können die Bezirke jedoch noch immer nicht flächendeckend auf die digitale Sportflächenvergabe zurückgreifen. Damit das Bezirksamt interessierte Bürger*innen umfassend über die Sportangebote im Bezirk informieren kann, wollen wir die Ressourcen des Bewegungskoordinators erweitern.
Dank unserer Initiative investiert das Bezirksamt jährlich mindestens 100.000 Euro in die Barrierefreiheit unserer Sportanlagen . Den Abbau von Barrieren an unseren Sportstätten werden wir weiterhin konsequent einfordern. Darüber hinaus setzen wir uns für mindestens zwei komplett inklusive Sportanlagen und zusätzliche barrierefreie Sportflächen im öffentlichen Raum ein.
Auch die fehlende Geschlechtergerechtigkeit in der Sportförderung und in der Sportstättenvergabe ist noch immer ein Problem. Um den Mädchen- und Frauensport sichtbarer zu machen, haben wir den Mädchen- und Frauensportpreis ins Leben gerufen. Auch das jährliche Mädchensportfest ist durch unser Engagement entstanden. Um auch zusätzliche Bewegungsangebote machen zu können, werden wir gemeinsam mit geeigneten sozialen Trägern geschlechtergerechte Formate entwickeln.
Die bauliche Situation der Bäder in Tempelhof-Schöneberg ist ein Desaster. Das Stadtbad Schöneberg wird gerade saniert und ist deshalb nicht nutzbar. Für die Sanierung des ebenfalls geschlossenen Kombibads in Mariendorf existiert noch immer kein seriöses Finanzierungskonzept. Die beiden derzeit geöffneten Bäder in der Götzstraße und am Sachsendamm sind extrem marode und bieten nur wenige Stunden Schwimmzeit pro Woche für die Öffentlichkeit an. Das regelmäßige Schul- und Vereinsschwimmern sowie das mittlerweile eingerichtete Schulschwimmzentrum ist dadurch massiv gefährdet. Gemeinsam mit unseren Mandatsträger*innen auf Landesebene werden wir uns entschieden für die dringend notwendige Erneuerung unserer Infrastruktur einsetzen.