| Veranstaltung: | Wahlprogramm Tempelhof-Schöneberg 2026 |
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| Tagesordnungspunkt: | 1. Unser grüner Bezirk |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 18.03.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.03.2026, 18:50 |
A3: 1.2 STADTNATUR UND LERNORTE: ARTENVIELFALT ERHALTEN, NATUR ERLEBBAR MACHEN
Antragstext
Die Artenvielfalt geht zurück. Wissenschaftler*innen sprechen von einem Massenaussterben. Wildpflanzen verschwinden, Insekten finden weniger Nahrung, Amphibien und Vögel wiederum finden weniger Insekten und die städtische Natur gerät unter Druck, weil Flächen knapp sind und Nutzung zunimmt. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Natur in der Stadt: Menschen wollen Orte, an denen Kinder entdecken können, wie Natur funktioniert. Sie wollen Grün, das beruhigt, schützt und den Alltag besser macht.
Wir Bündnisgrünen haben die Grünräume im Bezirk massiv gestärkt. Der Volkspark Lichtenrade zeigt bürgerschaftliches Engagement, wurde jahrelang von Ehrenamtlichen aufgebaut und gepflegt. Damit der Park gesichert werden kann und beispielsweise Die schwere Baumkontrolle vom Bezirk übernommen wird, haben wir den Volkspark als Grünanlage gewidmet und ihn damit auch für die Zukunft gesichert. Außerdem haben wir die Marienfelder Feldmark zum Landschaftsschutzgebiet entwickelt und ausgewiesen. Seltene und seit Jahren in Berlin nicht mehr dokumentierte Insektenarten sind nun dort wieder zu finden.
Wir wollen Stadtnatur so schützen, dass sie im Alltag sichtbar und erlebbar wird. Das heißt, dass wir gezielt Wildpflanzen und naturnahe Flächen fördern, die Insekten Nahrung geben und gleichzeitig pflegeleicht sind. Zudem bauen wir Lern- und Naturorte aus und stärken Orte, an denen Kinder, Schulgruppen und alle Interessierten Natur niedrigschwellig und gut erreichbar erleben können. Auch stärken wir Gemeinschaftsgrünflächen und unterstützen Urban Gardening und gemeinschaftliche Grünprojekte als soziale Orte im Kiez. Dazu gehören auch Gemeinschaftskleingärten, damit mehr Menschen Zugang zu Gartenflächen bekommen – unabhängig davon, ob sie schon lange auf einer Warteliste stehen. Gleichzeitig verteilen wir Grün gerechter und setzen besonders dort an, wo Quartiere heute zu wenig Grün und zu wenig Schatten haben. Und wir sichern die Naturschutzstation Marienfelde dauerhaft und verstetigen Naturranger: So schützen wir Natur, erklären Zusammenhänge und schaffen Ansprechpersonen, gerade dort, wo Nutzungskonflikte entstehen.