| Veranstaltung: | Wahlprogramm Tempelhof-Schöneberg 2026 |
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| Tagesordnungspunkt: | 2. Unser Bezirk, der alle mitnimmt |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 18.03.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.03.2026, 19:20 |
A19: 2.8 GESUNDHEIT FÜR ALLE – GERECHT, PRÄVENTIV, SOLIDARISCH
Antragstext
Gesundheit beginnt da, wo Menschen sich aufhalten: im Kiez, auf dem Schulhof und im Schatten von Bäumen. Saubere Luft, Stadtnatur und gutes Essen bilden die Grundlage für ein gesundes Leben. Deshalb gestalten wir Gesundheitsangebote sozial und gerecht, von der Prävention bis zur Versorgung vor Ort.
Ein leistungsfähiger Öffentlicher Gesundheitsdienst ist dafür unverzichtbar. Wir setzen uns dafür ein, seine Strukturen weiterzuentwickeln, bewährte Angebote zu sichern und gezielt zu stärken – insbesondere im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst.
Gesundheit muss für alle erreichbar sein – deshalb fördern wir Gesundheitsangebote insbesondere für Menschen ohne Krankenversicherung und für Menschen in prekären Lebenslagen.
Psychische Erkrankungen werden zu oft übersehen – mit schweren Folgen. Deshalb stärken wir die psychosoziale Prävention und Versorgung unserer Träger der Gemeindepsychiatrie als tragende Säulen im Bezirk. Verlässliche Kontakt- und Beratungsstellen mit auskömmlicher Finanzierung geben Halt – ebenso wie Beratungsangebote für Angehörige psychisch erkrankter Menschen.
Wissen ist ein wichtiges Fundament für eine starke Gesundheit. Deshalb bauen wir Gesundheitsbildung und Gesundheitskompetenz systematisch aus – zu Ernährung, Bewegung, psychischer Gesundheit und Suchtprävention, ergänzt durch digitale Gesundheitskompetenz.
Für gute Gesundheit von Anfang an fördern wir Gesundheitswissen in Kitas, Schulen und Jugendzentren. Wir nehmen Stoffwechselerkrankungen, Zahngesundheit und Diabetes gezielt in den Blick, verankern Präventionsangebote fest in Kitas und Schulen und stärken die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt, Einrichtungen und Eltern.
Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Hitze, Lärm und schlechte Luft machen krank – besonders Menschen mit wenig Rückzugsräumen und geringem Einkommen können sich nur schwer schützen. Deshalb entwickeln wir eine bezirkliche Hitze- und Kälteschutzstrategie, fördern Lärmschutz und Luftreinheit und denken Gesundheit bei der Gestaltung des öffentlichen Raums konsequent mit. Wir werden Grünflächen erhalten und ausbauen, mehr Bäume pflanzen und das Tempelhofer Feld als Erholungsort und Kaltluftschneise erhalten.
Wir unterstützen integrierte Gesundheitsangebote, in denen medizinische Versorgung, Sozialberatung und Therapie Hand in Hand gehen. Daher setzen wir uns nachdrücklich für ein integriertes Gesundheitszentrum im ehemaligen – heute zu großen Teilen leerstehenden - Wenckebach-Klinikum ein. Gesundheitsangebote müssen für alle verfügbar sein. Das gilt besonders für die geflüchteten Menschen, die im ehemaligen Flughafen Tempelhof untergebracht sind. Hier kämpfen wir für einen sogenannten Akut-Medipoint, bis die Gesundheitskarte den Zugang zur Regelversorgung ermöglicht.
Mit Prävention statt Wegschauen, mit starken öffentlichen Strukturen statt Kürzungen und mit einer Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt, kämpfen wir für Gesundheit und gute Lebensbedingungen in Tempelhof-Schöneberg.